+ + + Aussaat von Chaerophyllum bulbosum - Kerbelrübe wird von Spätsommer bis Herbst empfohlen + + + Direktsaat von Kaltkeimern bis Ende August + + + Frisches Grün mit Asia-Gemüse + + + Aussaaten im August + + +
Neuanlage mit Wildsamen-Mischungen

Bodenbearbeitung

Eine gute Bodenbearbeitung ist ausschlaggebend für die Ansaat und damit auch für Ihr gewünschtes Ergebnis.
Das Saatbeet sollte eine sehr feinkrümelige Struktur besitzen und frei von unerwünschten Wurzelwildkräutern wie Quecke und Giersch sein.
Fangen Sie so zeitig wie möglich mit der Bodenbearbeitung an. Bearbeiten Sie den Boden mit einer Grabegabel und entfernen Sie dabei unerwünschte Wildkräuter. Danach harken Sie das Saatbeet und überlassen es im Frühjahr und Sommer am Besten vier bis acht Wochen sich selbst. Wenn nötig können Sie die Prozedur mit der Grabegabel wiederholen.

Bereiten Sie nun das Saatbeet für die Aussaat vor.
Durch mehrmaliges Harken in Kombination mit Walzen bekommen Sie die gewünschte feinkrümelige Struktur. Dies ist je nach Bodentyp mehr oder weniger aufwendig.

Aussaatzeitraum

Je nach Mischung sind die besten Saattermine von Ende August bis November und von Februar bis Mai - vorzugsweise bei feuchter Witterung.

Aussaat

Zur leichteren Aussaat können Sie das Saatgut mit trockenem Sand, Gries, Sägemehl oder mit geschrotetem Korn auf 10 g/m² strecken. Damit wird eine gleichmäßige Aussaat der oft feinen Samen erzielt.
Kurz vor der Saat sollten Sie das Saatgut nun nochmals gut durchmischen.
Säen Sie das Saatgut breitwürfig und möglichst gleichmäßig auf das Saatbeet. Eine mechanische Einarbeitung ist nicht notwenig.
Sehr wichtig dagegen ist ein guter Bodenschluß, den Sie am besten durch Anwalzen erreichen. Sie können es auch wie unsere Vorfahren machen und unter ein Paar alte Schuhe dicke und ebene Bretter von etwa 30 cm Länge nageln. Damit können Sie dann den Boden festtreten.
Wässern Sie die Saat nun gründlich mit einer Feinstrahlbrause, die Sie auch weiterhin bis zum Auflaufen der Saat verwenden sollten. So verhindern Sie, daß feine Samen weggeschwemmt werden.

Schutz der Ansaat

Ihre empfindliche Ansaat sollten Sie nun gegen Austrocknung, Vogelfraß etc. schützen.
Sie können das Saatbeet mit einem handelsüblichen Schutzvlies überdecken.
Sie können die ausgesäte Fläche auch mulchen mit beispielsweise etwa 2 kg Grasschnitt oder 0,5 kg Heu- oder Strohhäcksel je m².

In Geduld üben

Nach zwei bis drei Wochen erscheinen die ersten Keimlinge - feuchten Boden vorausgesetzt. Achten Sie ab jetzt besonders auf Schnecken.
Die Keimung und Entwicklung der Wildpflanzen erstreckt sich über eine ganze Vegetationsperiode. Hartschalige Samen brauchen länger, Kühlkeimer keimen erst im folgenden Frühjahr.

Pflege

Entscheidend für die Entwicklung der mehrjährigen Wildpflanzen ist die Pflege im ersten Jahr.
Unerwünschte Wildkräuter und Gräser laufen oft schneller auf als die Samen unserer Mischung. Deshalb ist nach etwa zwei Monaten ein Schröpfschnitt erforderlich, der bei Bedarf noch ein - bis zweimal im ersten Jahr wiederholt werden sollte. Stellen Sie Ihren Rasenmäher dabei auf 5 cm Schnitthöhe ein.
In den folgenden Jahren richtet sich die Schnitthäufigkeit nach Mischung, Standort und gewünschtem Pflanzenbestand. Fettwiesen sollten zwei- bis dreimal im Jahr gemäht werden. Bei Wildkräutern und -gräsern auf mageren Standorten reicht in der Regel eine Mahd im Jahr im Spätsommer aus. Säume sollten Sie erst spät im Jahr oder im darauf folgenden Frühjahr mähen.
Entfernen Sie immer sorgfältig das Mähgut!

Düngung

Eine Düngung ist in der Regel nicht notwendig.
Wildblumen entwickeln sich um so blütenreicher, je magerer der Boden ist.
Auf magersten Standorten kann jedoch eine organische oder mineralische Startdüngung von 4-6 g/m² Reinstickstoff sinnvoll sein.

Ich wünschen Ihnen viel Erfolg und gutes Gelingen bei der Aussaat Ihrer Wildpflanzen-Mischung. Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.