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Beschreibung
Kleine Knollen mit großer Wirkung
Die anspruchslose Erdmandel ist verwandt mit dem Papyrus und dem als Zimmerpflanze bekannten Zyperngras. Der überirdische Teil der Pflanze ist ein schönes Ziergras.
Unterirdisch breitet sich die Pflanze über Ausläufer aus, an deren fädigen Wurzeln später im Jahr viele rundliche bis längliche, braune, etwas schrumpelige Speicherknollen in Haselnußgröße wachsen.
Diese Knollen enthalten neben etwa 15 % Zucker, 30 % Stärke, 10 % Rohfaser und 10 % Rohprotein einen hohen Anteil essentieller Fettsäuren, Vitamin E und C, Kalium, Eisen, Magnesium und Zink. Sie sind Gluten- und Lactosefrei und damit auch für Allergiker bestens geeignet. Und nicht zuletzt kommen auch Nuß-Allergiker zu einem Nußgeschmack.
Ernten können Sie die Knöllchen im Herbst, wenn die Blätter am Verwelken sind. Waschen Sie sie gleich danach gründlich. Nun können Sie die sauberen Knöllchen entweder trocknen oder ähnlich wie Haselnüsse oder Mandeln frisch reiben.
Eine Spezialität aus Spanien ist 'Chufa', ein aufbauendes, nahrhaftes und vitaminhaltiges Erfrischungsgetränk, daß zudem noch köstlich schmeckt.
Zerkleinern Sie hierzu 500 g Erdmandel im Mixer und vermischen diese danach mit 250 g Rohrzucker oder Honig, einer kleingeschnittenen Biozitrone und 2 Liter Mineralwasser ohne Kohlensäure. Diese Mischung lassen Sie über Nacht quellen und können am folgenden Tag das Getränk genießen.
Die Erdmandel soll eine verdauungsregulierende Wirkung besitzen und ausgleichend und beruhigend bei Darmentzündungen wirken, vor allem bei gestörter Nährstoffaufnahme im Bereich des Dünndarms.
Cyperus esculentus mag feuchte Standorte, ist aber keine Wasserpflanze.
Da die Pflanze nicht winterhart ist sollten Sie für die nächstjährige Aussaat einige getrocknete Knöllchen aufbewahren.
Erdmandeln wurden als Grabbeigaben in antiken ägyptischen Gräbern gefunden. Sie wurde sowohl in Wasser eingeweicht als auch geröstet in vielfältiger Weise verwendet: als Kaffeeersatz, für eine Art Schokolade, als Tierfutter und zur Seifenherstellung. Im 8. Jahrhundert wurde die Pflanze wohl von den Arabern in Spanien eingeführt, wo sie noch heute in der Region Valencia eine bedeutsame Rolle spielt. Im 16. Jahrhundert wurden Erdmandeln auch in Deutschland vereinzelt als Edelgemüse angebaut.