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Beschreibung
Das Kleinod unter den Erdbeeren
Diese Wildform der Walderdbeere ist wohl geschmacklich unübertroffen. Ihre kleinen Früchte sind hocharomatisch und nicht nur von Kindern heiß geliebte Nascherei.
Beheimatet ist die Wald-Erdbeere ist in ganz Europa und Nordasien. Sie wächst bevorzugt in lichten Laub- und Nadelwäldern sowie entlang der Waldränder.
Wald-Erdbeeren mit ihren süßen Früchten waren für die Menschen schön immer ein Objekt ihrer Begierde. Von römischen Dichtern wie Ovid, Plinius und Vergil wurde sie gepriesen. Im Mittelalter wurden Walderdbeeren großflächig angebaut. Da die Fruchtgröße nicht merklich gesteigert werden konnte und aus Amerika großfrüchtige Arten nach Europa kamen, wurden die Kulturen größtenteils aufgegeben. Erst in der Neuzeit gab es wieder Züchtungsanstrengungen, worauf als Kulturform der Wald-Erdbeere die Monatserdbeere entstand.
Leonhart Fuchs schreibt in seinem 'New Kreutterbuch' von 1543 u.a.: "… Die Erdtbeer aber leschen den durst/und seind dem hitzigen unnd Cholerischen magen dienstlich. Der safft von zeitigen Erdtbeeren ist gut denen so das grieß haben/getruncken/und reyniget die brust. Die wurtzel gesotten und getruncken abends und morgens/miltert die grossen hitz der leber."
In der Volksmedizin werden Zubereitungen aus den Blättern oder der Wurzel zur Behandlung von Durchfällen, als Gurgelmittel bei Entzündungen des Hals- und Rachenraums und des Zahnfleisches und als Blutreinigungsmittel verwendet. Die Früchte sollen eine Schutzwirkung gegenüber oxidativen Stress besitzen.
Verwendet werden die jungen, während der Blütezeit gesammelten Blätter, die Wurzeln und die Beeren.
Aus den jungen Blättern können Sie einen erfrischenden und gesunden Tee zubereiten.
Fragaria vesca wuchert nicht so stark wie ihre Zuchtformen, kann aber dennoch gut als Bodendecker Einsatz finden.