Filipendula ulmaria - Echtes Mädesüß (Saatgut)
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Beschreibung
Schöne Wildstaude hilft beim Schmerz
Die weißen Blütenrispen dieser heimischen Wildstaude leuchten im Sommer auf feuchten Wiesen, in Auwäldern, an Bachrändern und Gräben weithin. Sie duften - je nach Duftempfinden - nach Mandeln oder blumig-herb bis würzig-herb oder nach etwas weniger schmeichelhaftes.
Schön wirkt das Mädesüß im Feuchtebereich eines Naturgartens gemeinsam mit Blut-Weiderich. Bei genügend Platz können Sie Beide verwildern lassen.
Es wächst aber auch auf normalem Gartenboden mit guter Wasserversorgung.
Aus den Blüten können Sie einen aromatischen Tee zubereiten. Sie können Sie auch für Teemischungen, für Ansatzschnäpse und Liköre verwenden.
Die in Filipendula ulmaria enthaltene Salicylsäure soll schmerzlindernd, fiebersenkend, krampflösend, harntreibend, schweisstreibend, zusammenziehend, herzstärkend und äußerlich narbenheilend wirken.
Die Pflanze soll bei Erkältungskrankheiten helfen. Bei fiebrigen Erkältungskrankheiten wird eine Schwitzkur empfohlen.
In der Volksheilkunde wird die Pflanze weiterhin bei Blasen- und Nierenleiden, bei Magenerkrankungen und zur Wundheilung verwendet.
Für die Raupen des Mädesüß-Perlmuttfalter ist die Pflanze das hauptsächliche Futter.
Der Name Mädesüß kommt möglicherweise von 'Mahd', da die Pflanze zur Zeit der Heuernte blüht und dem Heu ein besonderes Aroma verleiht. Mädesüß könnte jedoch auch eine Abwandlung von 'Met' sein, da seine Blätter zur Aromatisierung diesem Getränk zugegeben wurden.
Das Echte Mädesüß sollen schon die keltischen Druiden als Heilpflanze genutzt haben. Auch wurde sie als Streukraut zur Aromatisierung der Wohn- und Schlafräume verwendet.
Imker frühere Jahrhunderte sollen ihre Bienenstöcke mit dem Kraut ausgerieben haben, um ihre Bienen an den Bienenstock zu binden und das Volk zusammenzuhalten. Deshalb nannten sie die Pflanze 'Immenkraut'.
1839 isolierten zwei deutsche Chemiker aus der Staude die Salicylsäure und nannten sie Spirsäure (Säure aus der Spierstaude). Im heutigen Markennamen findet sich dies noch wieder, denn das »A« steht für Acetyl und das »spirin« für »Spirsäure«.
| | Aussaathinweis: | K6 |
| | Anzucht: | einfach |
| | Direktsaat: | Frühjahr / Spätsommer |
| | Vorkultur: | Frühjahr |
| | Selbstaussaat: | Ja |
| | Haltbarkeit: | mehrjährig |
| | Winterhärte: | winterhart • Zone 3-7 |
| | Blüte: | weiß • Juni - August |
| | Wuchsform: | aufrecht, horstig |
| | Wuchshöhe: | bis 100 cm |
| | Pflanzabstand: | 45 cm |
| | Standort: | Sonne - Halbschatten |
| | Boden: | frisch - feucht • nährstoffreich • humos |
| | Verwendung: | Heilpflanze • Teepflanze • Färbepflanze • Duftpflanze • Zierpflanze |
| | Synonyme: | Spiraea ulmaria, Bärmutterkraut, Bocksbart, Falscher Holler, Wilder Holler, Immenkraut, Johanniswedel, Krampfkraut, Metkraut, Rehstauden, Rüsterstaude, Spierstaude, Sumpf-Spirä, Ulmenspiere, Wiesengeißbart, Wiesenkönigin, Wiesenspierstaude, Wiesensüß, Wil |
| | Familie: | Rosaceae - Rosengewächse |
Weitere Informationen zu Kultur und Verwendung finden Sie hier:
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